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ALEXISONFIRE – Dortmund, FZW

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Helloween im FZW

Im Rahmen des VISIONS Westend Festivals kam es am Helloween-Sonntag zu einer interessanten Konstellation im FZW: ESCAPADO, THE CASTING OUT, SAMIAM und ALEXISONFIRE standen allesamt auf dem Zettel. Allesamt interessante Bands, die ich entweder noch gar nicht, oder schon länger nicht mehr gesehen hab. Aus Gründen verpasste ich leider den Anfang von und mit ESCAPADO und betrat erst mit dem Auftritt von THE CASTING OUT das FZW. Es war mir ein Anliegen diese Band unbedingt noch einmal live zu sehen, da THE CASTING OUT ja, einhergehend mit der Reunion von BOYSETSFIRE, erstmal auf Eis gelegt werden.

Gerade wenn Bands längere Pausen einlegen passiert es oft, dass sie einen gewissen Heldenstatus erlangen – warum genau das ist weiss ich nicht, ich weiss nur, dass es bei THE CASTING OUT nicht der Fall sein wird. Denn unterm Strich waren sie einfach nur langweilig und öde. Man kann also froh sein Sänger Nathan Grey bald wieder als Frontsau von BOYSETSFIRE zu sehen, anstatt als Frontman mit angezogener Handbremse bei THE CASTING OUT. So kam es mir jedenfalls vor. However. Mehr Aufmerksamkeit erregten SAMIAM, die ein gekonnt routiniertes Brett ablieferten. Hut ab für den Auftritt, Extrapunkte bekommt Gitarrist Sean Kennerly für das astreine Hufeisen. Geiles Ding.

Dann wurds auch so langsam Zeit für den Headliner ALEXISONFIRE. Die Temperaturen stiegen in Richtung 30 Grad Grenze, die Stimmung war bestens, Halle voll – konnte also losgehen. Pünktlich um 22.20 Uhr betraten dann die Kanadier samt Crew, weil ja Helloween war, in Frauenkleidern und hübsch geschminkt die Bühne. Dass ALEXISONFIRE für jeden Spaß zu haben sind war ja sowieso schon klar, aber dieses Outfit hat selbst mich überrascht. Kam beim Publikum super an, so dass schon ab der ersten Nummer “Young Cardinals” die Bude fast Kopf stand. Beim tippen dieser Zeilen fällt mir wieder auf wie gut die Jungs aus Toronto den Spagat zwischen “sich selbst nicht ganz so ernst nehmen” und “ernsthafter Musik” hinbekommen. Wahrscheinlich auch einer der Punkte wieso die Band um Dallas Green und George Petit mittlerweile so erfolgreich sind. Sie sind die Jungs von nebenan und vor allem auch auf dem Teppich geblieben. Supersympathische Band. Bei dem Set sind auch keine Wünsche offen geblieben. Schwerpunktmäßig vor allem Songs von der aktuellen Platte und dem Vorgänger “Crisis” – u.a. der Überhit “This Could Be Anywhere in the World”. Mit “Grey” und dem Titelstück spielten sie auch zwei Tracks von der neuen EP “Dogs Blood” (nur digital erhätlich) – was auch vollkommen ausreichte, dann ich will mal behaupten, dass ca. 5 Leute an diesem Abend bereits Gelegenheit hatten in die Songs reinzuhören. Der Rest wurde mit Klassikern vom gleichnamigen Album ALEXISONFIRE und “Watch Out!” aufgefüllt, was wohl jeden Fan – auch die Hardcorefraktion zufrieden gestellt hat.

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