V.Ö. 27.08.2010 (Roadrunner) Die ganze Geschichte des neuen Avenged Sevenfold Albums fängt mit einer Tragödie an: Im letzten Jahr nahm sich Schlagzeuger Jimmy Sullivan mit einem Cocktail aus Medikamenten und Alkohol das Leben. Zu dem Zeitpunkt stand die Band mit in der Produktion ihres neuen Albums. Allen war trotz des tiefsitzenden Schocks jedoch klar – “wir machen weiter”. Einige Wochen später, war klar wer das Erbe Sullivans antreten sollte: Mike Portnoy.
Portnoy, der zu der Zeit noch bei Dream Theater die Trommelstücke schwung, ist nicht nur ein begnadeter Drummer, sondern war das Idol des verstorbenen Avenged Sevenfold Drummers. Deswegen zögerte der Drumvirtuose auch keine Sekunde und willigte ein, die Drumspuren für “Nightmare” einzuhämmern. Sah es zwischendurch so aus, als würde aus der ganzen Geschichte ein Fulltime Job für MP, so ist die Story an dieser Stelle auch schon wieder zu Ende. Die Band und der Drummer werden 2011 getrennte Wege gehen.
Stilistisch haben sich A7X nach dem letzten, selbstbetiteltem Album nicht groß verändert. Songs wie der Opener “Nightmare” und die ersten Stücke des Albums (bspw. “Welcome To The Family”, “Natural Born Killer”) gehen gut nach vorn und lassen die Qualitäten der Band aufblitzen. Je näher man allerdings zum Ende von “Nightmare” gelangt, desto schnulziger und balladesker wird das ganze. Balladesk im Sinne von schmierig. Das ist der große Knackpunkt an der Scheibe. Gegen Ende verliert die Platte an Fahrt und Dynamik und versandet mit jedem weiteren Takt in der Bedeutungslosigkeit.