V.Ö. 25.03.2011 (Cooking Vinyl) Nachdem “Young Folks” im Jahr 2006 so dermaßen durch die Decke gegangen ist, hatten PETER BJORN UND JOHN wohl keinen Bock sich als One-Hit-Wonder oder dergleichen abstempeln zu lassen und haben danach eben nicht einen weiteren Popsong geschrieben bei dem jemand die Hookline pfeift, sondern einen gro en Kurswechsel vorgenommen. Die auf das Hitalbum “Writers Block” folgenden Alben “Seaside Rock” und “Living Thing” waren verquer und alles andere als eingängig. Wenn es der Plan war, sich nicht auf seichte Popmusik a la “Young Folks” beschränken zu lassen ist dies nur zum Teil gelungen. Wenn der Bandname fällt, folgt im zweiten Atemzug der Titel ihrer Hitsingle – ich denke es gibt schlimmeres.
Nach den beiden etwas obstrusen Platten hauen die Schweden jetzt jedenfalls mit “Gimme Some” wieder ein seichteres Album raus. Seicht im Sinne von leicht zugänglich, catchy usw. PB &J fanden den Weg zurück zum Pop. Schweden Pop selbstverständlich. Die Herkunft lässt sich auch bei dem ein oder anderen Song nicht verleugnen. Gerade die erste Nummer “Tomorrow Has To Wait” ist an traditionelle schwedische Musik angelehnt. “Dig A Little Deeper” und “Second Chance” kann man getrost den Pop Stempel aufdrücken. Gehören beide übrigens auch zu dne Highlights der Platte. Gerade “Second Chance” kann man auch auf die Situation der Band übertragen – sie sind zurück auf dem Popweg, gebt ihnen eine zweite Chance.
Aber mal Spaß beiseite. Dass, was PB & J auf “Gimme Some” machen ist genau das, was sie am besten können. Leichte, unverfänglich aber eingängige Songs schreiben, die durch den speziellen “Vintage” Sound der Stockholmer einen hohen Wiedererkennungswert hat. Dieser angedeutete 70′s Sound, der sich durch die Platte zieht wie der besagte Faden ist auch eine der großen Stärken. Wenn ihr mal in die Platte reingehört habt, wisst ihr was ich meine.
