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Rock, Roll & Alles-Core

[I] GENEPOOL

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Sonntagabend, 23.59 Uhr. Troisdorf, blubox wir hören Lee Scratch Perry. Anwesend: Jens, Guido, Thilo.

Im Outro eurer neuen Platte werden „Signale“ ausgesendet. War dieser Track auch der ausschlaggebende Punkt für den Titel der Platte, oder gibt es da eine andere Geschichte?

G: Nein, es gibt eine Geschichte.

J: Wir waren Nachts unterwegs irgendwo in Deutschland, da haben wir dann Langwelle gehört und solche Sounds wahrgenommen.

Der Paco hat sich dann schlau gemacht und festgestellt das Agenten diesen Zahlenfunk zur Übermittlung benutzen. Das hat wundr4bar zum Plattentitel nund unserer Idee gepasst.

T: Das Bild des Sendens und Empfanges ist schon eine Idee die wir verfolgt haben, Deshalb gibt es auf der Platte auxch immer wieder Momente in denen wir uns zurück ziehen und dem Hörer Zeit zum Antworten geben.

Mit Guido Lucas habt ihr einen namhaften Produzenten in der Band – ich stelle mir die Arbeit im Studio daher nicht so leicht vor, da er kein Außenstehender ist. Wie geht ihr persönlich damit um – oder geht es in Punkto Songwriting / Produktion / Arrangement demokratisch zur Sache?

G: Demokratie und Frauen haben in der Rockmusik nichts zu suchen.

J: Was Rhythmus angeht ist Guido schon ne Sau und auch ein echter Schleifer.

T: Beat und Melodie sind

wichtig, der Rest ist egal.

Was darf der GENEPOOL Fan auf „Sendung/Signale“ erwarten?

T: Noch mehr Hooks als auf der alten und und mehr zum Nachdenken.

G: Tanzbare Melodien. Einfach Popmusik.

Passend zum Release gibt es im Oktober auch eine Deutschland Tour. Werdet ihr dort vornehmlich neues Material spielen, oder gibt es, unter anderem für die alteingesessenen Fans, eine GENEPOOL Rundum-peitsche, die euren kompletten Backkatalog umfasst? Ist was bestimmtes geplant?

G: Wir spielen auf jedenfall viele neue Songs, auch weil der Letten jetzt dabei ist.

T: Die alten Kracher werden wir aber auch rocken und die ein oder andere Überaschung wirds auch geben. Wir freuen uns schon und möchten mit euch allen ordentlich feiern.

J: Eine Genepool Show ist nicht irgend eine Show.

Bei „Sendund/Signale“ steht Jack Letten am Mikro. Die Zusammenarbeit mit dem Zweit-Sänger Christian wäre dann erstmal auf Eis gelegt? Oder springt er wieder ein, sobald Letten sich seiner Band SMOKE BLOW widmet?

T: Genepool ist immer mehr eine Band. Die Stammzellen haben wir jetzt glaube ich

gefunden. Wir werden aber immer wieder auch mit anderen und neuen Leuten arbeiten.

G: Mit den beiden neuen Drummern

sind wir schon perfekt. Grateful Dead, Phil Spector und auch Abba haben mit zwei Schlagzeugern gespielt.

J: Auch wenn ich Live nur alleine Spiele, sind die Rhythmen von Spiro ein weitere Baustein im Genepool-Cosmos. Gerade die teilweise programmierten Beats gewinnen Live nochmal ein besonderes Feeling und haben mich besonders inspiriert.

Kann man sagen, dass die 80er Jahre euch am stärksten geprägt haben? Ist GENEPOOL eine Reinkarnation der 80er Bands bzw des 80er Stils, oder eher eine logische Konsequenz daraus?

T: Eigentlich stellt sich die Frage nicht. Wir sind alle Kinder der achtziger und für uns ist Genepool das was wir machen wollen.

J: Genepool ist für mich eine logische Konsequenz meiner musikalischen Sozialisation und natürlich achtziger aber auch viel mehr.

G: Wavemusik auch aus den siebzigern war die Musik meiner Pubertät. Letztlich die prägenste Zeit im Leben und somit ist Genepool für mich Konsequenz und Geschichte zugleich.

Was machte das Faszinosum 80er Jahre für Euch aus?

J: Wie Guido gerade gesagt hat ist das die Musik unserer Jugend und deshalb einfach prägend.

Wolltet Ihr mit GENEPOOL einen gewissen 80er Spirit weiterführen, als ihr Euch gegründet habt, oder was war der Beweggrund? Vielleicht könnt Ihr auch noch mal kurz auf die Stil-findung Eurer Band eingehen…

T: Die Band

hab ich damals mit dem Kolja unserem alten Schlagzeuger gegründet. Am Anfang hat sich schnell herrauskristalisiert, daß es auf diesen Waveeinfluß hinausläuft. Spätestens als Paco und Guido dazukamen war klar was wir machen wollen.

Da es die meisten 80er Bands nicht mehr gibt, müssten Euch die Leute eigentlich die Bude einrennen. Was für ein Publikum trifft man auf GENEPOOL Konzerten an?

G: Sado-Maso Lederjungs, die hübschesten Mädchen und aller verrückten dieser Welt.

T: Wir freuen uns über jeden der den Genepool-Cosmos betreten will.

Mit GENEPOOL verbindet man ja auch ganz gerne mal den Begriff „All-Star-Band“. War das eine Hilfe für Euch, oder wurde dadurch eher der Druck, bzw. die Erwartungshaltung höher?

We can only work under pressure. We love pressure!

Die letzten Worte gehören Euch – Platz für ein Statement, Grüße an die Fans und unsere Leser etc:

J: Kommt und besucht den Genepool

G: Wir haben den Auftrag gutes Karma zu sammeln.

T: Montagmorgen 00.23 Uhr

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