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[L] SILVERSTEIN – Köln

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Am 16.12. luden SILVERSTEIN in die Kölner Live Music Hall, wohin der Gig nach kurzfristigem Ausverkauf der eigentlich angesetzten Location, des um einiges kleinerem auch in der Domstadt befindlichen Prime Club, verlegt wurde. Doch auch die Live Music Hall vermeldete bereits im voraus “ausverkauft” – einerseits weil die Kanadier schon länger eine Größe im Post-Hardcore- und Emo- Sektor sind – den Rest dürte der Support- Slot bei Silverstein sowie die diesjährigen Auftritte bei Rock am Ring und Rock im Park erledigt haben. Die angereisten Fans waren recht jung und man hätte die Veranstaltung, der Band nach das grösste Konzert der Tour ausserhalb von Nordamerika, vom Publikum her auch unter demTitel “Jahresabschlusstreffen der Emos 2007 NRW” zusammenfassen können.

SILVERSTEIN begeisterten die Menge vom ersten Song an, die Fans waren alle sehr textsicher und konnten somit lautstark mitsingen, was man klar heraushörte oder erst recht durchs Gemäuer klang als Sänger Shane Told nur die Menge singen liess. Begeistert vom Feedback scheute er auch keineswegs die Nähe zum Publikum, stieg auf die Brüstung des Wellenbrechers, wobei die Front- Row- Fans ihn durch ihre ins Gesicht stehenden Haare anhimmelten und am liebsten auf Händen getragen hätten. Doch es ging nicht nur rosig zu – auch die härter besottenen Fans kamen bei häufig gestarteten und auf die LMH bezogen grossen Circle Pits sowie der klassischen Wall Of Death voll auf ihre Kosten. Insgesamt gab es songmässig eine gesunde und abwechselungsreise Mischung an Material der letzten beiden Veröffentlichungen, wobei dies live härter als auf Platte rüberkam und dem ganzen mehr Ausdruck verliehen hat, gespickt mit Klassikern der Vorzeit der Band, die natürlich auch nicht fehlen durften. Nach dem eigentlichen Block folgten noch Zugaben, wozu die Vorband “BLESS THE FALL” plötzlich mit einem Sofa auf der Bühne auftauchte, sich es auf diesem gemütlich machte und auch Teile von Silverstein gern während des Spielens für eine kleine Verschnaufspause in der mehr als gut temperierten LMH auf selbigen Platz nahmen. Beendet wurde das Konzert mit dem Klassiker “My Heart Bleeds No More”, welches nicht nur kreischend von den Fans begonnen wurde, sondern sie auch teils den zwischenzeitlich heisseren Bassisten überstimmten. Der Abend war ein mehr als würdiger Tourabschluss für SILVERSTEIN und wohl eines der Highlights der Tour – und die Moral des Gigs für die Fans aus der Emo- Fraktion: Weint nicht weil es vorbei ist, lächelt weil es so schön war. :-)

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